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Das Felsenbild entstand im Sommer vor dem Jahr, in welchem die erste Version der WINNETOU-Puzzle Erzählung entstand.
Viele Zeit später änderte sich mein Blick auf das Bild durch Hinweise von anderen:
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Erst jetzt entstand die Felsenbildgeschichte und wurde zu einem Teil des neuen WINNETOU-Puzzles:
"Am Anfang war das Bild, und das Bild war im Geist, und der Geist war das Bild.
Im Anfang war es im Geist und auch jetzt bin und bleibe ich in ihm. Zuerst noch verschwommen und unklar im Geiste meines Schöpfers, gebe ich nun mehr und mehr dem Werk der Sinne einen Sinn, bilde mich in seinem und der anderen Geist.
Aus dem Nichts, das kein Nichts war, nahm ich Gestalt auf drei großen Leinwänden an. Jede davon misst 70 mal 100 cm. Zusammen zu einer großen Leinwand vereint, insgesamt also 210 mal 100 cm. Alles war noch weiß, doch der Geist ließ schon das Bild sich bilden.
Auf dem weißen Nichts entstand eine Linie. Diese Linie gab mir, dem Bild, ein erstes Gesicht. Ein großes Gesicht.
Mit der Linie teilte mein Schöpfer das Nichts in Himmel und Erde. Der Himmel hatte ein Gesicht und er gestaltete Berge und Wälder. Eine wunderschöne Natur entwickelte sich nach und nach. Große Felsen, die von weißgrauen bis weißrötlichen Farben durchmischt sind, erheben sich zu einem mächtigen Gebirge. Zu dessen Füßen bilden satte Gräser, Moose und Sträucher einen herrlichen Teppich. Auf diesem wiederum wachsen üppige Büsche und Bäume in den unterschiedlichsten Farben. Neben dem Felsengebirge geht der Blick weit über dichte Wälder bis zum Horizont.
Der Himmel erstrahlt in Weiß und hellem Blau. Er schaut mit seinem Gesicht auf die erschaffene Erde wie ein Geist. Himmel und Erde sind untrennbar miteinander verbunden. Nimmt die Erde mit Ihrem Materiellem überhand, so verzerrt sie das Gesicht des Himmels. Der Einklang ginge verloren.
So aber scheint die Natur wie ein geschaffenes Paradies.
Sinn im Sinn
Doch dieses Naturparadies scheint nicht unberührt. Es ist als ob der einst noch mächtigere Berg mitten im Felsengebirge durch Naturgewalten aufgesprengt wurde und einen Teil seines Gesteins von sich geben musste. Große und kleine Felsbrocken liegen vor dem Berg und verteilen sich zahlreich in der Mitte, aber auch einige links und rechts.
Vielleicht wurde der Berg nicht durch erdinnere Naturgewalt, sondern von Kräften der Natur aus Menschenhand, durch eine Explosion, in einzelne Stücke gezwungen. Wurden Teile des Berges herausgesprengt, um dem Berg selbst ein Gesicht zu geben?
Von Weisheit, Glaube und Kraft zeugen drei besonders gestaltete Felsen in der Mitte vor dem Felsenberg, die sich bei näherer Betrachtung als Hände herausstellen (bei I-10, bei K-10, bei L-10).
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Die linke Hand (bei I-10) zeigt nur zwei Finger, nämlich Daumen und Zeigefinger. Diese Hand steht für Weisheit, denn sie zeigt den Weg. Folgen wir dem Lauf des zeigenden Fingers, so erkennt man einen Felsen mit zwei Gesichtern (bei I-8, J-8). Das linke Gesicht ist mit Leben erfüllt, das rechte mit Tod, denn es sieht einem Totenschädel sehr ähnlich. Doch der Tod gehört zum Leben, so wie beide Gesichter untrennbar zu dem einen großen Stein gehören. Das linke Gesicht aber scheint mit seinem langgezogenen Hinterkopf den Tod zu überragen und zeugt von einem wachen Geist, dessen Wissen nicht so leicht durcheinander zu bringen ist.
Die Hände in der Mitte (um K-9, K-10) bilden zwei gefaltete Hände, wie zum Gebet. Sie sind Sinnbild für den Glauben.
Aber Glauben an was?
Nun sie zeigen direkt auf die Mitte des Gesichts im Himmel, denn sie haben dieses erkannt. Bis zum Himmel aber liegen noch einige Steine im Weg. Direkt über den Fingerspitzen der gefalteten Hände ist ein großer Stein. (K-7,K-8) Dieser zeigt einen Farbverlauf von Schwarz, welches dem Tod nahe steht, bis hin zu hellem Weiß, welches den Weg zum Himmel zeigt.
Die Hand rechts (L-10) ist zur Faust geballt. Sie scheint mit Kraft und Mut einen sehr großen Felsbrocken (um L-8) über sich zu stemmen. Wenngleich der Felsbrocken sehr schwer sein muss, so hebt die viel kleinere Faust doch den Fels immer höher, bis er irgendwann zur Seite fallen muss, um den Weg nach oben freizugeben.
Dies war alles, was mein Schöpfer bewusst auf Leinwand malte. Alles, was er durch seinen bewussten Geist bildend ausdrücken wollte.
Dieses Bild hatte er sichtbar nicht nur vor den Augen. Als Bewusstseinsbild war es im Geist des Sichtbaren.
Das Leben bildet sich
Aber es muss noch einen Geist des Unsichtbaren geben, der am Bild mitmalte, sozusagen ein Unbewusstseinsbild. Dieser Geist des Unsichtbaren schuf dadurch ein Abbild des Unbewussten und machte die unsichtbare Welt damit etwas sichtbarer.
...
Sollte in so einer paradiesischen Landschaft kein weiteres Leben vorkommen? Oder haben sich im Schöpfungsakt doch unbewusst eben solche Lebewesen gebildet?
Wie ist es im Felsen ganz links (rechter Bereich von A-6)? Erkennt man hier nicht Kopf und Oberkörper eines Grau- oder Fischreihers? Dieser könnte als Stellvertreter für Lebewesen an Teichufern und in Feuchtbiotopen stehen?
Legt nicht im Felsen gleich rechts darüber (B-3,B-4,B-5) eine Gans Hals und Kopf über den Berg, so als schliefe sie? Oder ist sie tot?
Oder was ist im Felsenpaar ganz rechts (Q-9, R-9)? Könnte dieses nicht auch einen Fisch darstellen, der geplagt von Veränderungen seiner Umwelt, mit weit aufgerissenem Maul um Luft und Leben ringt?
Die Vorderfront des Felsens in der Mitte links unten (um G-12, H-12) scheint einen Schmetterling abzubilden. Hier könnte die Vielfalt der Schöpfung ausgedrückt sein, denn die dazugehörige Familie der Insekten zeigt in besonderer Weise die Mannigfaltigkeit erschaffener Kreaturen.
Auf dem großen Felsen, der von der Faust mit Kraft gehoben wird, sehen wir in das Auge im Kopf von einer Art Fabelwesen (M-8). Es könnte uns hier ein Pferd, ein Esel oder auch ein Schaf anschauen. Auf jeden Fall sind sie alle Vertreter von der Familie der höheren Säugetiere.
So haben sich stellvertretend Mitglieder aller wichtigen Tiergattungen gebildet, ohne dass mein Schöpfer sie bewusst vor sich gesehen hätte.
Was bei der Schöpfung noch fehlt, ist der Mensch. Gibt es außer dem Gesicht über der zeigenden Hand keine weitere menschliche Gestalt, die sich bildet?
Schaut nicht vom Himmel ein weiteres Gesicht auf die Erde, welches ebenfalls durch sich selbst, durch seine Gesichtslinie, die Höhen und Tiefen des Berges bestimmt (B-4, B-5, A-5, A-6)? Es erschafft nicht so viel, wie der Geist des großen Gesichtes im Himmel, aber dennoch kann es die Erde verändern.
Ist es nicht ein Ebenbild dieses großen Geistes im Himmel?
Haben die Felsen beim Mund des großen Gesichts im Himmel nicht den Anschein, als liege hier ein Mensch, der die Hände zum Himmel gefaltet hat (L-4, M-4, N-4)? Ist damit eine sterbende Rasse gemeint, die als letzte Hoffnung Hände und Augen gen Himmel richtet, damit der Geist zu Selbigem aufsteigen kann. Und schaut nicht links neben dem Liegenden(bei I-4, H-4) ebenfalls ein Kolumbus-Kopf mit Hut zum Himmel, bereit die neue Welt unter seine Herrschaft zu stellen.
Unterhalb des Liegenden kann man ebenfalls ein großes längliches Gesicht ausmachen (um N-4, N-5, N-6). Dieses Gesicht erinnert an einen Indianer-Totempfahl. Könnte dieser als Denkmal für einen besonderen Menschen stehen oder auch gleichzeitig für die Geschichte von dessen Vision?
Wie wäre es mit dem Gesicht im Berg links (C-5, rechter Bereich von B-5)? Ist hier nicht eine Frau mit großem, hochstehenden Hut und einem langen, schmalen Hals zu sehen? Oder auch schräg links darüber (unterer Bereich B-3, oberer Bereich B-4). Schaut hier das kleine Gesicht einer älteren Frau nach links aus dem Felsen?
Steht genau unter diesem Frauengesicht ein Kindergesicht auf dem Kopf?
...
Der Betrachter kann durch sein Bilden ein Stück von sich selbst abbilden. Jeder wird Objekte seiner Welt in mir wiederfinden. Damit sind diese Objekte sogar verwandter zu meinem Original, als das Bild der Welt, das der Betrachter sonst mit seinen Augen geschaffen hat. Denn diese Objekte scheinen eher durch besagtes Unterbewusstseinsbild durchzuschimmern.
Somit kann jeder auch ein Stück vom Original selbst abbilden. Und so muss auch ich, das Bild, diese Version als Geschichte in Worte abstrahieren, denn auch ich bin nur eine Abstraktion des Originals hin zum Abbild, welches mein Betrachter bildet..."
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